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Mittwoch, 20. Juli 2005

portishead entdeckt.

wer hätte gedacht, dass es so endet, wenn man sich bloß eine cd von der schwester einer freundin ausborgt. ich hab die portishead-cd nur genommen, weil der name bei ebay so oft im zusammenhang mit meiner göttin, björk, genannt wurde. irgendwas musste an der musik ja dran sein, also, warum nicht mal auf diese preisgünstige variante mal reinhören?

ich konnte ja nicht ahnen, dass es dabei nicht bleiben würde. jetzt hab ich mich um die anderen cds bemüht, so gut hat mir deren erstlingswerk "dummy" aus dem jahre 1993 gefallen. "glory box" kannte ich ja schon irgendwie, aber der rest war eine komplette überraschung für mich.
ruhige beats, nette spielereien, aber vor allem eine unglaubliche melancholie, die man der sängerin beath gibbons zu verdanken hat, die kaum auf einem foto anders aussieht, als sie singt: schwermütig versunken. feinster e-pop, oder wie überall zu lesen war "trip-hop" (obwohl wikipedia sagt, dass portishead diese bezeichnung ablehnen), leider gibt es nur zwei studio-alben und ein solo-album von beth gibbons (2003), die band hat seit einem live-album 1998 keine cd mehr herausgebracht, ist aber nicht aufgelöst...

auf jeden fall macht ihr album "dummy" süchtig, aber auf andere art als andere cds. es ist mehr so, dass wenn man sie anmacht, man sie stundenlang hören kann und in einer art parallelwelt versinkt. ein leeres haus ist, wie ich gestern feststellen konnte, dafür die beste athmosphäre. die zeit tropft vor sich hin, wenn portishead läuft, wäre das schon attraktion genug, um einen zu beschäftigen. ich muss sagen, dass ich mich selten durch musik (weniger durch die texte, sondern die art), so angesprochen fühlte.

fazit: wunderbare entdeckung to be continued...

Donnerstag, 14. Juli 2005

róisín murphy - ruby blue


diese cd ist so genial, unglaublich. das, was die moloko-sängerin róisín murphy mit ihrer debüt-cd zusammen mit matthew herbert veranstaltet, ist experimenteller als moloko je war. wie moloko, nur besser - so klingt diese cd.

ich hab die cd am dienstag bekommen und seitdem höre ich eigentlich nichts anderes mehr. faszinierend ist diese erfahrung, die man mit diesem album macht. beim ersten hören klingt es einfach nur seltsam und strange: der ständige wechsel zwischen lautem und leisem gesang, verschiedenen rhytmen und beats, bei denen man echt überlegt, wo der herbert die her hat.
aber dann, spätestens nach dem zehnten hören setzt der suchteffekt ein, wenn man sich an den extrem experimentellen stil gewöhnt. wenn man sich in ihrer musik zurechtfindet, macht sie abhängig. da die lieder ja auch abwechsungsreich sind, überhört man sich die cd auch nicht so schnell. bis auf das letzte lied, "the closing of the doors", ein lied mit viel klavier, ist die gesamte cd sehr gewöhnungsbedürftig, aber die mühe lohnt sich auf jeden fall!

das album beginnt schon gut "leaving the city" setzt das erste highlight, "night of the dancing flame", das gerade jetzt bei mir erklingt verlässt mein ohr nicht mehr, "sow into you" ist meiner meinung nach das beste lied der cd. absolut unkoventionell ist "ramalama (bang bang)" mit absolut einzigartigen beats. "ruby blue", der titeltrack des albums ist auch eines der mutigsten stücke, ein einziger song, der in sich schon so abwechslungsreich ist wie viele andere alben.

Freitag, 8. Juli 2005

per anhalter...


selten war ein film so toll. ich bin immer noch begeistert. dieser film macht gute laune, bei mir hat die wirkung noch bis zum nächsten tag angehalten. eine wunderbare verfilmung des romans, meiner meinung nach besser als das buch.
marvin ist mein held! und trillian war auch cool - sie haben sich eine sehr attraktive frau ausgesucht, zooey dechanel, eine hier kaum bekannte schauspielerin. ich muss sagen, dass dieser film echt schon sher nahe an der perfektion kratzt, ich habe die die bücher nur bis zum dritten gelesen, weil es irgendwann langweilig wurde, dieses prinzip der ziellosigkeit, aber der film hat das ganze abgerundet und verkörpert dieses prinzip somit gar nicht so sehr, auch wenn er natürlich nur vom ersten teil handelt.

zur geschichte: na ja, die ist eigentlich so abstrus, wie das buch selbst. obwohl man durchaus sagen kann, dass man den film auch gut schauen können müsste, ohne den film zu kennen. das wichtigste ist, dass die erde von arthur dent zerstört wird und er beginnt mit seinem freund ford prefect, der sich in diesem moment als außerirdischer zu erkennen gibt, durch das universum zu trampen. dabei trifft er den depressiven roboter marvin, das immer gut gelaunte raumschiff "herz aus gold", mit der besatzung zaphod beeblebrox, dem präsienten der galaxis und tricia mcmillian, die jetzt trillian heißt und bei einer party ihm just von zaphod "weggeschnappt" wurde, weil dieser ein raumschiff hat. dann gibt es da noch den computer mit der antwort auf die größte aller fragen ("42"), aber ohne die frage und die vogonen, die bürokratischste rasse des universums (und die drittschlechtesten dichter).

Samstag, 25. Juni 2005

mobys hotel

seit mittwoch bin ich besessen. an diesem tag habe ich mir spontan das aktuelle moby-album gekauft. das hat echt ganz schön lange gedauert, ich war skeptisch - meine eine moby-cd ("play") hab ich selten gehört und die musik war bisher immer nur "nett", gepackt hat sie mich nicht.

das änderte sich mit dem aktuellen album. die erste single "lift me up" ging nicht nur ins ohr, sondern hatte meiner meinung nach auch einen hohen grad musikalischer perfektion erreicht. ein schönes lied, dachte ich mir, aber kein grund ein album zu kaufen. dann kam "raining again", was zu allem überfluss auch noch begleitmusik zum confederations-cup in der ard ist. eigentlich schaue ich kein fußball, aber wenn man auf die tagesthemen wartet und dann auch noch moby läuft, überlegt man sich das anders so geschah es dienstag.

weshalb ich dann am mittwoch auch recht spontan diese cd kaufen musste. und ich wurde nicht enttäuscht. total abwechslungsreich, vond er ballade zu den härteren beats, da ist alles dabei. und ausnahmslos gute songs. mein highlight ist "spiders", das etwas härtere "where you end" ist auch sehr schön. alles in allem ist das sehr schöner e-pop mit exzellentem gesang. (auch, wenn man zugeben muss, dass die weiblichen vocals besser klingen als mobys eigene stimme, schlecht singen tut er aber noch lange nicht...) ich finde, dass es ein wunderbares, melanchloisches album ist, da beginnt man sich für den menschen richard melville hall zu interessieren.

Dienstag, 21. Juni 2005

hurricane bericht 4: audioslave

so sieht also "reiner" perfektionsrock aus. fast schon verwunderlich, dass eine band mit solch elitären ansätzen so gute musik macht und dass eine so schlichte show so beeindruckend sein kann.

aber audioslave haben es geschafft, mich zu ködern. seit diesem konzert bin ich abhängig von der aktuellen cd "out of exile". ob die lieder vom ersten album oder die meines erachtens nach angenehmeren neuen, die haben gerockt. "be yourself" z.b. (die erste single vom neuen album) ist nicht nur wunderbar eingägig, sondern kam auch live dazu noch sehr gut.

der spezielle bonus waren allerings zwei lieder von rage against the machine "sleep now in the fire" und "killing in the name of". aber auch die andere hälfte der band durfte mit "black cold sun" ein wenig soundgarden spielen.

fazit: sauber und schlicht muss nicht langweilig sein.

Dienstag, 14. Juni 2005

hurricane bericht 2: wir sind helden

gleich am ersten tag spielten wir sind helden beim hurricane. ich musste zwar kettcar und mindestens eine stunde wartend herumstehen, aber die vorfreude hat das mehr als erträglich gemacht. schließlich stand ich mit glück im "inneren zirkel", obwohl die securities den wie einen schatz gehütet haben.

irgendwann nach zehn hatte mein warten dann ein ende, die helden waren auf der bühne. faszinierend ist dieser effekt, wenn man den großteil der texte (vor allem des neuen albums, dass ich wohl fast schon zu oft gehört habe) in und auswendig kann und dieses schicksal mit einer breiten menge teilt. die lieder vom neuen album haben mir auch live besser gefallen, als die älteren. highlights wie "echolot" (immer noch mein lieblingslied), "von hier an blind" (dieses lied muss jeder auswendig kennen - es ist so unglaublich einprägsam!), "gekommen um zu bleiben" und "nur ein wort". die wichtigsten lieder von der "reklamation" waren auch dabei: unter anderem das unkaputtbare "guten tag" (was ich mir überhört habe), die anderen singles "aurelie", "wir müssen nur wollen" und "denkmal".

einziger kritikpunkt waren judiths teilweise seltsame sprüche wie "wir sind gekommen, um die anderen festivals abzumelden..." haha... aber gut, so leicht verliert der sympathischste mensch der welt nicht an faszination.

fazit: ein wunderbares konzert, gute musik, gute stimmung - nur leider zu kurz.

das foto ist weder von mir, noch vom hurricane 05. nach solchen bildern hab ich mich grad totgesucht und nichts gefunden, vielleicht kann ich da zu gegebener zeit etwas nachliefern.

Montag, 13. Juni 2005

hurricane bericht 1: allgemeines

dieses wochenende war das hurricane in scheeßel, mein erstes festival. dafür entschieden hatte ich mich zugegebenermaßen mehr nach einem sponaten impuls, nicht unbedingt aus aufrichtiger überzeugung. wenn man einmal da ist, erscheint einem die entscheidung dann doch logisch: eine wirkliche top-band (wir sind helden) einige bands, die ab und zu (queens of the stoneage, oasis) oder öfter (ärzte, audioslave, system of a down) in meinem cd-spieler sind. außerdem die erfahrung, mit 60.000 menschen ein festival zu besuchen.

nach drei tagen, einer menge staub und einer menge gedränge bin ich also um eine erfahrung reicher. es war okay. nicht mehr, nicht weniger. weder bereue ich die "investition", noch würde ich aus dem stand sagen können, dass ich es jeder zeit wieder tun würde. helden und ärzte waren top, audioslave waren sehenswert und die meisten anderen bands waren aktzeptabel. negativ waren die langweiligen millencolin, die poser 3 doors down und ein system of a down-auftritt, der die erwartungen nicht erfüllen konnte.

to be continued...

Montag, 6. Juni 2005

wiederhören 2: es war einmal...

heute habe ich eine cd von nightwish rausgekramt, die ich selten gehört habe, obwohl die band selber recht oft in meinem cd-spieler landet. "once" - irgendwie mochte ich das album immer nicht so sehr, weil tarja nicht mehr so opernhaft (hoch) singt, weil nightwish ihren stil verändert hatten, außerdem klingt es ziemlich "hart".

also verstaubte das album, was ich mir allein schon deswegen gekauft hatte, weil ich der musik von nightwish immer etwas abgewinnen konnte, selbst die "century child", wo sich der stil schon grundlegend geändert hat, hat mich nie gestört. aber diese "once", die war schon ein fall für sich, so viel rock und so wenig oper...

aber heute haabe ich sie wieder ausgegraben. ich war heute eh schon sehr verträumt drauf, das passiert halt manchmal. da war diese musik ein warer glücksgriff. und diesmal hat mir die cd auch wesentlich besser gefallen als sonst, weil ich sie nicht im direkten vergleich zu den anderen nightwish-cds gehört habe. im gegenteil, ich fand es schön, dass man tarja besser verstehen konnte, dass die melodien eingängiger waren.

und diese wunderbaren märchentexte. das album wird seinem titel gerecht. "dark chest of wonders" ist da führend, gleich das erste lied entführt einen in eine welt, die irgendwie abseits der realen steht. sowieso ist das meiner meinung nach ein album für träumer. im nachhinein stelle ich fest, dass dieses album etwas ganz eigenes hat,w as es auszeichnet. jegliche kommerzvorwürfe sind da fehl am platz.

Mittwoch, 1. Juni 2005

wiederhören 1: seine düsternis kehrt kurz zurück

ja, ich gebe es zu: ich habe mal "etwas mehr" him gehört. irgendwie war dieser klischee-aufgepumpte gothic-pop cool, in der jugend (die zweifelsohne immer noch anhält, wenn sie auch fortgeschritten ist) geht man einer menge dinge nach, die man für "cool" im sinne von identitätsstiftend hält. so war das bei mir auch mit him und ein paar anderen bands.
nun habe gestern im fernsehen mal wieder ein him-video gesehen und dachte, dass man die länger im cd-regal stehenden cds ja zumindest mal wieder hören könnte. eine art selbstversuch, im sinne des verstehens der eigenen wurzeln. sowas hab ich öfters.

gesagt, getan: heute morgen habe ich drei him-cds mal wieder angehört: zuerst die "razorblade romance", die mir durch ihren strukturellen gleichklang und das von den medien totgespielte "join me" schnell wieder auf die nerven ging. dann auszüge der "deep shadows and brilliant highlights", vor allem "heartache every moment", ein ganz klarer fall von seltsam nachfühlbarer teenager-identifikation fand statt. außerdem ist die cd weitaus abwechsungsreicher, auch wenn sie selbstverständlich nicht an meine normale musik-auswahl heranreicht. zum schluß gab es dann die "love metal", die letzte cd von him, die ich mir gakuft habe, was wohl auch so bleiben wird, obwohl man sagen, dass diese härtere variante durchaus geglückt ist.

allgemein lässt sich sagen, dass him vor allem durch die sorgsam gepflegten klischees in texten und ihrem äußeren auffallen. oder ist je irgendeine andere band auf so eine bescheuerte idee gekommen, ein "heartagramm" (siehe rechts) kreieren, dass von anfang an fast alles von him geziert hat? selbst der wirkliche gothic spielt selten so augenfällig mit seinen klischees wie him das tun: tod und teufel sind allgegenwärtig.

dazu vile vallo, der durch sein sauber blaß geschminktes gesicht erstmals die typischen genre-symbole gesellschaftsfähig gemacht. him macht aus gothic pop. sie nutzen die symbolwelten des gothic aus, um damit einen anderen pop zu bieten, gewisse pop-elemente bleiben natürlich erhalten, vor allem die unbegrenzte gier nach aufmerksamkeit und show, sowie die wiederholungsfähigkeit des business, dass wie auf repeatfunktion alles so lange wiederkäut bis es keiner mehr sehen/hören will.

ob him diesem schicksal auch erliegen werden kann ich nicht sagen, bei mir hat sich das irgendwann anders gelöst, obwohl ich die cds doch recht gerne mal wieder in den cd-spieler gelegt habe.

Samstag, 28. Mai 2005

superstar (III) brian molko


das mag jetzt den ein oder anderen verwundern, aber ich sage es: brian molko ist ein superstar! der placebo-sänger regt mindestens so viele leute auf, wie er fasziniert - in beiden fällen eine menge menschen.

der placebo-sänger bezeichnet sich selber als bisexuell und fällt vor allem durch sein androgynes äußeres und die dazugehörende inszenierung auf. ohne seine auffallende stimme, wäre die musik von placebo sicher nicht dort, wo sie jetzt ist.

seit die band 1996 ihr erstes album "placebo" aufnahm, legte sie eine recht bemerkenswerte karriere hin: 1998 "without you i'm nothing" (mit "every me every you", sountrack "eiskalte engel"), 2000 "black market music" (mit dem markanten "black-eyed"), 2003 "sleeping with ghosts" (mit dem imo besten stück "special needs") und letztes jahr kam mit "once more with feeling" eine single-sompilation raus.
das besondere an placebo ist imo auch ein gewisser indentifikationseffekt. man gedenke "soulmates never die" - cooles zitat, wenn auch hoffnungslos naiv...

brian ist superstar, mehr als seine band, so eine extravagante medienperson muss man erstmal erschaffen. für alle interessierten seie auf seine webseite www.brian-molko.com, die offizielle placebo-seite, sowie auf deutsche fanseiten verwiesen: www.placeboworld.de und www.placeboworld-online.de.

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