
für schlappe 2 millionen (euro, dollar, yeng...weiß nich) wurde der bis dato teuerste anime allerzeiten produziert.
katsuhiro otomo ist sein schöpfer, bekannt unter anderem als produzent von "akira" und anderen animes, ein held der japanischen zeichenszene.
zum film: die grafischen aufwände sind sehr schnell zu erkennen und man braucht nicht lange, um zu glauben, dass dieser film so viel knete verschlungen hat.
detailverliebtheit, perfektionismus und modernste effekte machen diesen film schon sehenswert, wenn man dann noch die story beachtet, ist dieser film ein meisterwerk sondergleichen, ohne maßlos übertreiben zu wollen.
ein kleiner technikbegeisterter junge wird von seinem vater und seinem großvater in einen gewissenskonflikt gebracht.
um die zeit der industriealisierung, also ende des 19. jahrhunderts, haben vater und sohn eine bahnbrechende erfindung gemacht, die einen weltweiten wirtschaftlichen durchbruch verspricht- der "steamball": eine kugel, so groß wie eine bowlingkugel, gefüllt mit ultrakomprimiertem dampf und versehen mit einem ventil, um es an dampfmaschienen anzuschließen.
als eines tages ein paket mit einem steamball zu hause in manchester ankommt und gleichzeitig einige fremde herren an der tür klingeln, fängt das abenteuer gleich an, für den gerademal 12 jahre alten jungen.
das paket hat sein großvater geschickt, versehen mit einem brief, diesen steamball niemandem, außer einem professor stevenson auszuhändigen und die verfolgungsjagd beginnt.
zwei organisationen versuchen in besitz dieses steamballs zu gelangen, um sich gegenseitig waffengeschäfte streitig zu machen.
als schauplatz für das spektakel einer demonstration der neuesten waffentechnlogien wurde die weltausstellung in london gewählt und wie zu erwarten eskaliert die situation zu einem minikrieg mitten in london, in dessen konfliktzentrum der vater und großvater des jungen stehen.
es geht um den zweck der wissenschaft, dessen ausbeutung und sinn für die menschheit- dass dabei paralellen zur atombombe entstehen ist logisch.
katuhiro otomo ist ja bekannt für gesellschafts- und sozialkritische themen.

dass sich "steamboy" nach einem superhelden anhört, wird im abspann noch einmal auf witzige art und weise gezeigt.
dass der film letztendlic so teuer geworden ist, hat auch eine ursache darin, dass der gesamte film von dampf handelt, und dieser aggregatzustand ist zusammen mit feuer und wasser das aufwändigste darzustellendste element der zeichenwelt ist.
fazit: lohnt sich!
Hanson - 1. Aug, 08:47